GESTALTUNG
Ich gestalte langsam. Bevor ich eine Form entwickle, schaue ich mir an, was bereits da ist: Architektur, Materialien, Spuren, Geschichten und die Menschen, die den Ort nutzen. Wo bleibt der Blick hängen? Was braucht der Ort – und was vielleicht gerade nicht?
Für mich beginnt Gestaltung deshalb mit Fragen. Ich versuche, den Raum in den Mittelpunkt der Erzählung zu stellen und mich als gestaltende Person zurückzunehmen. Oft geht es weniger darum, etwas Neues hinzuzufügen, als vorhandene Qualitäten sichtbar zu machen.
Besonders in der Erinnerungsarbeit interessiert mich, wie Orte zugänglich bleiben können, ohne ihre Widersprüche zu glätten. Wer fühlt sich angesprochen, wer wird mitgedacht und wie können Nachbarschaften einbezogen werden, ohne sich einen Ort oder seine Geschichte anzueignen?
Mein Prozess bewegt sich zwischen Recherche, Gespräch, Beobachtung und Gestaltung. Illustration, Grafik und Raumgestaltung sind dabei unterschiedliche Möglichkeiten, auf das Vorgefundene zu reagieren. Nicht alles lässt sich vorher planen. Ich versuche, Raum für Spontanität zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sich im Prozess zeigt, welche Form wirklich notwendig ist.
ZUSAMMENARBEIT
Am Anfang steht ein Gespräch. Mir ist wichtig herauszufinden, ob wir eine ähnliche Haltung zur Erinnerungsarbeit und Vermittlung teilen.
Danach mache ich mich mit dem Ort, dem Thema und dem bereits Vorhandenen vertraut. Gemeinsam klären wir, was vermittelt werden soll, wer einbezogen werden muss und welcher Umfang sinnvoll ist.
Anschließend sprechen wir über Zeitraum, Leistungen und Honorar. Daraus ergibt sich, was im vereinbarten Rahmen möglich ist und wie der Auftrag konkret aussehen kann.